Die Partner:innenreise Etappe drei: Psychische Gesundheit mit Linda

Heute stellen wir euch unsere Partnerin Linda Leinweber vor. Sie ist Psychologin und systemische Coachin. 

Die Philosophie ihres Coachings

Seit sechs Jahren unterstützt Linda ihre Klienten durch Workshops, Vorträge und persönliches Coaching dabei, ihre mentale Stärke zu entdecken und zu leben. Durch ihren sehr präventiven Ansatz, der über die Schultherapie hinausgeht, unterstützt Linda ihre Klienten u.A. dabei, Belastungen durch Stress zu reduzieren, die psychische Widerstandsfähigkeit zu stärken und den Umgang mit Kritik sowie Emotionen zu erlernen.

Die Gesellschaftliche Mission

Linda möchte mit ihrem Wissen das ewige Stigma um das empfinden und wahrnehmen der mentalen Gesundheit – vor allem im Arbeitsumfeld – beseitigen und wünscht sich, dass psychische Gesundheit als genauso normal angesehen wird wie Körperliche. Ihre Arbeit beginnt schon weit vor einer sichbaren Krankheit, um das Wohlbefinden nachhaltig zu stärken und Einbrüchen somit vorzubeugen.

Unsere gemeinsame Vision

Linda teilt unsere Vision, die mentale Resilienz zu stärken, um Menschen vor Krankheit zu schützen. Seit 2019 leistet sie als Selbstständige einen Beitrag, um Arbeit und Leben gesünder zu gestalten. Denn ein gesunder Geist braucht einen gesunden Körper und umgekehrt. Deswegen sieht Linda die Naturerfahrung rund um den eigentlichen Workshop als sehr positiven Einfluss auf den Erfolg ihrer Arbeit mit GROME. Denn nur wenn die Veränderrung spürbar ist, kann sie auch gelebt werden.

Nachhaltiges Kennenlernen mit der GROME Challenge

Ein weiteres spannendes Projekt erwartete uns vergangene Woche auf dem Campus der Universität Duisburg-Essen in Duisburg Neudorf. 

Zusammen mit den 22 frischgebackenen Studierenden des Masters Innopreneurship durften wir unseren Ansatz eines GROME Events als “Kennenlern-Challenge” umsetzen.  

Schon im Vorfeld hatten die Studierenden nach erfolgter Gruppeneinteilung die Aufgabe bekommen, ein Gesamtkonzept zur Nutzung für ein Hochbeet zu erstellen. Dieses sollte mithilfe unserer Frühbeetaufsätze winterfest bepflanzt und anschließend gestaltet werden. Nach Abgabe der „Pflanzwünsche“ am Vortag, war am Freitagmorgen ab 10 Uhr die Challenge offiziell eröffnet.  

Es galt, innerhalb von 4 Stunden ein Hochbeet aufzubauen, es zu bepflanzen und gestalten sowie einen kurzen Pitch der Idee auf die Beine zu stellen.

Nach kurzer Einweisung und fachlichem Input konnte jedes Team eine der von uns aufgebauten Arbeitsstationen in Beschlag nehmen und die Arbeit aufnehmen. 

Neben dem eigentlichen Aufbau des Rahmens, mussten die Hochbeete mit den entsprechend bereitgestellten Materialien befüllt werden und anschließend mit der Vorauswahl an Setzlingen und Samen bepflanzt werden. Nachdem jedes Team diesen Teil der Challenge gemeistert hatte, konnte jedes sein eigenes GROME Hochbeet individuell gestalten. So entstand Auf dem Campus ein neuer Hochbeetgarten.

Abgerundet wurde dieses Event durch die Vorstellung der fünf Ideen:

Die Kräuter Box, Helpy Herbs, Das Beet der Begegnung, Die HaltBar und das #LifehackPlants waren das Ergebnis des Tages. Eine jede Idee verfolgt dabei einen ganz anderen Ansatz.

Die Kräuter Box liefert Zutaten für DIY Duschgel und Seifen (u.a. Salbei, Baldrian, Zitronenmelisse) und spendet die Erlöse an eine Organisation zur Traumabekämpfung.

Währenddessen dient das Beet von Helpy Herbs als gesunde Kräuterbar für den Campus und mit u.a. Minze und Salbei nützliche Helfer gegen Mundgeruch oder für Tee im Uni-Alltag liefert.

Das Beet der Begegnung schafft Raum für den Austausch zwischen Jung und Alt. Großeltern können praktisch und spielend leicht ihr Wissen an die kommenden Generationen weitergeben. 

Das Team von #LifehackPlants hat ein Beet explizit für Kinder zur Umweltbildung im z.B. Kindergarten geplant. Mittels digitaler und analoger Infobroschüre liefert es wichtige Infos zu jeder angebauten Pflanze direkt mit. Z.B. was es eigentlich mit dem wenig bekannten Portulak auf sich hat.

Die HaltBar legt den Fokus auf die Konservierung von selbst angebautem Gemüse wie Radieschen, Mangold oder Weißkohl. Durch die Eröffnung einer lokalen Tauschbörse ist im Anschluss der Tausch von Mangoldpesto oder Sauerkraut möglich.

Wir waren begeistert zu sehen, welchen Erfindungsreichtum die Studierenden an den Tag legten, trotz oder vielleicht gerade wegen limitierter Möglichkeiten hinsichtlich des späten Vegetationszeitpunktes. 

Fünf einzigartige Ideen mit kreativer Umsetzung waren das Ergebnis eines gelungenen Kennlernauftakts des Wintersemesters. Wir freuen uns darauf die Projekte wachsen zu sehen und am Ende des Semesters die Ergebnisse zu bestaunen.

Für alle die noch mehr Interesse an dem Event und zufällig ein WAZ Abo haben, können wir diesen Artikel sehr empfehlen: https://www.waz.de/staedte/duisburg/warum-ein-duisburger-start-up-studenten-salat-pflanzen-laesst-id230639976.html

Die Partner:innenreise – Etappe Zwei: Die Oase von Essen

Heute stellen wir euch einen weiteren unserer Partner vor: den urbanen Garten „Permakultur Bonnekamphöhe“ in Essen. Das Gartenprojekt fördert regionale, ökologische Wirtschaftskreisläufe und bietet eine Plattform, um die öffentliche Diskussion einer nachhaltigeLebensmittelproduktion praktisch umzusetzen. 

Die Bonnekamphöhe-Philosophie

Der Permakulturgarten in Essen zeigt, dass eine zukunftsfähige Agrarwende von unten, aus der Zivilgesellschaft heraus möglich ist. Die breitflächige Wende hin zu einer ökologischen Nahrungsmittelkultur hat für unseren Partner höchste Priorität.

Die gesellschaftliche Mission

Nach dem Motto zukunftsfähig und kooperativ leben und arbeiten, statt destruktiver Landwirtschaft, fördert das Bonnekamphöhe-Projekt Biodiverisität und macht ökologische Alternativen erfahrbar. Zu diesen Themen bieten die Betreiber Workshops und Führungen an.

Unsere gemeinsame Vision

GROME und die Bonnekamphöhe sind der Ansicht, dass gerade für Mitarbeitende in Unternehmen und Konzernen in unserer heutigen Zeit eine öko-soziale Weiterbildung wert voll sein kann. Die gesunde, nachhaltige Ernährung und das Miteinander mit den Kollegen sollen wieder mehr in den Fokus gerückt werden.

Die Partner:innenreise – Etappe Eins: Das Gemeinschaftsgarten Kollektiv

Einer unserer Partner sind die wunderschönen Prinzessinnengärten in Berlin Neukölln. Hauptanliegen dieses Gemeinschaftsgartens ist die Beteiligung und Weiterbildung von Interessierten im lokalen, ökologischen Gärtnern. Das Prinzessinnengartenkollektiv Berlin teilt unsere Vision der gemeinsamen grünen und nachhaltigen Gestaltung urbanen Lebensraums: 

Die Philosophie des Prinzessinnengarten-Projektes

Das Kollektiv möchte gemeinsames Lernen und Umweltbildung fördern und eine Möglichkeit zum offenen Austausch bieten, wo sich jede(r) beteiligen kann. Diese Begegnung im Grünen soll den persönlichen und nachhaltigen Horizont der Menschen erweitern.

Die gesellschaftliche Mission

Die Prinzessinnengärten wollen einen offenen Ort für jedermann und jederfrau schaffen. Das Kollektiv organisiert Kooperationen mit Schulen und Kitas sowie Workshops für soziale Einrichtungen. Der lokale Anbau wird als Werkzeug genutzt, um die Menschen zusammen zu bringen. Neben der Bewusstseinsentwicklung für einen reflektierten Konsum in unserer Gesellschaft ist ein wichtiges Ziel der Wiederaufbau der Beziehung der Menschen zum Wert von Lebensmitteln.

Eine besondere Kooperation

Das Prinzessinnengarten Kollektiv und GROME verbindet die Idee, dass Gärtnern, die Zubereitung und der Genuss von leckeren Gerichten die Menschen zusammenbringt und durch diese Begegnung sozialer Austausch und gemeinsames Lernen möglich wird. Außerdem ist die beste Möglichkeit nachhaltigen Lernens die praktische Erfahrung. Diese gemeinsame Philosophie bei einer heterogenen Zielgruppe stärkt die Kollaboration des Kollektivs und GROME.

Wir stellen uns vor – Teil 4: Frohnatur Lisa

Lisa wuchs auf einem kleinen Gehöft mit drei älteren Geschwistern in der Nähe der Ostsee auf und lernte in ihrer behüteten Kindheit auf dem Dorf die grüne, ländliche Umgebung kennen und lieben. Als Kind war sie ständig unterwegs in den umliegenden Wiesen und Wäldern. Schon im Grundschulalter pflegte Lisa begeistert ihr eigenes kleines Gemüsebeet. 

Während ihrer Schulzeit entdeckte Lisa ihre Neugier an den Naturwissenschaften, wie Biologie und Mathematik, einerseits und ihr Interesse an Verhaltensweisen ihrer Mitmenschen andererseits. Lisa fiel auf, dass es ihr leichtfällt, sich in andere Menschen hineinzuversetzen. Etwas Sinnvolles zu tun und anderen Menschen zu helfen war schon immer besonders wichtig für sie. Deshalb war ihre Entscheidung schnell klar, nach dem Abitur direkt das Studium der Psychologie zu starten. Bei einem Praktikum in der Tagesklinik für Psychosomatik am UKSH Lübeck lernte Lisa das Manual der Dialektisch-Behavioralen Therapie kennen, welches unter anderem mit dem Konzept innerer Achtsamkeit arbeitet. Diese Modul soll Patienten mit einer erhöhten Anspannung helfen sich nicht in negativen, katastrophisierenden und selbstabwertenden Gedanken zu verlieren, sondern zu erlernen frühzeitig sich selbst und die eigenen Emotionen nicht bewertend wahrzunehmen und anzunehmen. Lisa erkannte, dass die tägliche achtsame Selbstbeobachtung eine wertvolle Quelle des Stressabbaus und der eigenen Persönlichkeitsentwicklung darstellt. Sie entdeckte Freude daran, ihr Wissen über die positive Wirkung einer achtsamen Lebenseinstellung mit anderen zu teilen und begann, im Rahmen des Umweltbildungsverein „Naturraum Klützer Winkel e.V.“ Achtsamkeitsworkshops anzubieten. 

Durch das medizinisch-psychologische Studium an der Universität zu Lübeck weiß sie, was entscheidend ist für eine umfassende körperliche und seelische Gesundheit. Die aus dem Studium gewonnene Fachkenntnis und ihre persönliche Erfahrung der wohltuenden psychologischen sowie physiologischen Wirkung der Natur auf den Menschen möchte Lisa sinnvoll einsetzen, um problematischen gesellschaftlichen Entwicklungen entgegenwirken. Lisa ist erschüttert durch die steigende Zahl der psychischen und psychosomatischen Erkrankungen, die ihrer Meinung nach im Ungleichgewicht des Alltags durch individuellen Leistungsdruck, Bewegungsmangel und Stress wurzeln. Jeder vierte Erwachsene fühlt sich heutzutage gestresst. Dieser dauerhafte Stress macht krank. Doch wer sich einmal bewusst mit gesundheitsgefährdenden Risikofaktoren beschäftigt, kann etwas verändern und die eigenen Ressourcen gezielt stärken. Lisa will auf die körperlichen und seelischen Folgen von chronischem Stress aufmerksam machen und den notwendigen gesünderen Umgang mit unseren täglichen Stressoren lehren. Deshalb steht sie mit vollem Herzen hinter der Idee von GROME, um einen verantwortungsbewussten, sinnvollen Beitrag für eine gesündere Gesellschaft leisten zu können.

GROME und die Farm-to-Table Bewegung

Der Begriff „Farm-to-Table“ sagt Dir bestimmt etwas, ist bestimmt schon einmal im Fernsehen oder Social Media aufgetaucht, aber weißt du wirklich was dahinter steckt und warum diese kulinarische Besonderheit zu einem der größten Hypes in der Gastronomie-Szene von New York wurde? Die Bewegung ist so stark, dass die Restaurants, die Farm-to-Table Speisekarten führen, Monate im Voraus ausgebucht sind.

Farm-to-Table, oder auch farm-to-fork genannt, starte schon in den 60er und 70er Jahren an der US Amerikanischen Westküste. Die Idee war konzipiert für eine nachhaltige und theoretisch auch sebstversorgerische Ernährung im Privaten, aber schon 1971 öffnete in Berkeley das erste Restaurant. Die Motivation des Kochs, dieses Konzept in seine Gerichte aufzunehmen, war es möglichst viele lokal angebaute Zutaten zu verwenden, weil diese besonders frisch und geschmacksintensiv in seiner Küche ankommen konnten. Ihm taten es nach und nach immer mehr Gastronomen gleich. So entstand eine Bewegung, die langsam, aber stetig wuchs und an Bedeutung zunahm. In den frühen 2000er Jahren dann kam es zu der ersten wirklichen „Explosion“. Eine Welle von Farm-to-Table Restaurants schwappte über die gesamten USA und auch weiter nach Europa.

Leider nutzen viele Betreiber diese Euphorie auch aus, um sich selber als „lokal“ und „nachhaltig“ zu bewerben, ohne die Werte dahinter wirklich zu leben – geschweige denn lokale Lebensmittel zu verwenden. Über die Jahre seitdem hat sich der Markt und das Interesse stabilisiert, der Hype ist etwas verschwunden, und so blieben die relativ ehrlichen Restaurants oder jene, die einen Mittelweg gefunden haben. 

Wie passt nun GROME in dieses Bild? 

Es gibt einige Gründe, die verdeutlichen, warum sich die Bewegung nie wirklich vollkommen in der professionellen Gastronomie durchsetzen konnte. Einige sind zum Beispiel: 

  1. Restaurants können durch den saisonalen Wandel der Produkte keine beständige Speisekarte gewährleisten, manchmal kommt es sogar zu täglichen Wechseln. Das verschreckt Kunden.
  2. Konsequent alles lokal zu beziehen macht die Gerichte zwar frischer, aber auch teurer, da die Betreiber der partizipierenden Höfe oft keine Massenware produzieren und direkt abgeben. Diese höheren Einkaufspreise reduzieren entweder die Marge oder die Zielgruppe. 
  3. Der Mittelweg ist oft nicht wirklich lukrativ, weil er weder die Anhänger der Bewegung noch kostensensible Kunden anzieht. Auch das ist wirtschaftlich für das Restaurant eher ein Verlustgeschäft. 

Um die Ideale der Bewegung wieder in den Vordergrund zu rücken und sie ihr vollen kulinarisches wie klimapolitisches Potenzial entfalten zu lassen, muss sie mehr als Einstellung für den privaten Konsum, als für den Großmarkt genutzt werden. Nur so können nachhaltige, lokale, kleine Produzenten die Dinge produzieren, die wirkliche schmecken und einen Unterschied machen.

In diesem Sinne meint Farm-to-Table, dass die Menschen in direkten Kontakt mit ihrem Erzeuger kommen und die Art und Weise wie ihre Lebensmittel entstehen kennenlernen müssen. Vor Ort sollte es dann direkt die Möglichkeit geben, gemeinsam mit einem Profi das frisch Geerntete direkt zuzubereiten. Dabei geht es bei den Gerichten vor allem um natürliche und wenig verfälschte Geschmackserlebnisse, die von den Zutaten von „einfachen“ Gerichten herrühren. Genau das können und möchten wir bei unseren Teamaktivitäten bieten. Wir möchten Menschen inspirieren, sich ihre Lebensmittel lokal zu beziehen; sei es auf dem Wochenmarkt, bei der örtlichen Solidarischen Landwirtschaft (SoLaWi) oder mit einer Parzelle im Mitmachgarten. So kann wieder eine Bewegung entstehen, wie sie ursprünglich gedacht war: Weg vom Massenmarkt und hin zu einer vielseitigen, dezentralisiert-partizipativen und kleinteiligen Lebensmittelproduktion.

GROME ist tief mit den Idealen und Wurzeln dieser Lebensweise verbunden. Alles, was wir zu erreichen versuchen geht Hand in Hand mit der Farm-to-Table Idee. Wir wollen in der ersten Reihe für eine regenerative, Überfluss vermeidende, aber ganzjährig versorgende Landwirtschaft ackern. Jetzt, da wir uns dem Herbst nähern, bereiten wir bei GROME uns auf entsprechende „one-time events“ und Workshops vor, die noch bis Mitte November gebucht werden können. Sprich uns einfach unter info@grome-harvest.de an. Danach genießen wir das Wintergemüse und freuen uns auf die Geschmäcker des Frühlings. Vielleicht auch mit Dir bei uns auf dem Feld?

Wir stellen uns vor – Teil 3: Feinschmecker Miloš

Miloš ist ein Macher – als Autodidakt mit starkem inneren Antrieb konnte er viele Fähigkeiten erlernen, auf die er nun stolz sein kann. Als Hochleistungsruderer seit Schultagen hat er physische und mentale Stärke aufgebaut, die ihn viele Erfolge auch neben den Rennstrecken hat feiern lassen. Harte Arbeit und exzellente Ergebnisse sind für ihn keine Fremdwörter – er nimmt jede Herausforderung gerne mit einem Lächeln an. So hat er nach der Schule erst Koch gelernt, bevor er zum Management und im Master dann Data Science Studium in die USA gegangen ist. Mit einer positiven Einstellung und guter Begleitung gibt es nichts, das er nicht erreichen könnte.

Schon seit den frühen Kindheitstagen war da diese Passion für die Gartenarbeit, doch erst in der Teeniezeit nahm das Interesse so richtig an Fahrt auf. Der Nachbar der Familie in Belgrad, ein richtiger Landmensch mit allen dazugehörigen Fähigkeiten, brachte ihm viele Techniken bei, um den eigenen Garten zu bewirtschaften. Von der Vorbereitung und Düngung des Bodens im Herbst, über die Auswahl der Pflanzen und die richtige Ausrichtung zum Sonnenlicht. Schon in der zweiten Saison warf sein kleines, vielleicht zehn Quadratmeter großes Gartenstück weit mehr Ertrag ab, als die Familie allein konsumieren konnte. Das war ein wahrhaft schönes Erlebnis, das die Kraft der Natur umso stärker spürbar für Miloš machte und ihn zurück zu den Wurzeln seiner Kraft brachte. Seitdem widmet er sich dem Thema nachhaltiger Ernährung aus Leidenschaft.

Wir stellen uns vor – Teil 2: Fädenzieher Hanno

Immense Begeisterung für das Thema ausgeglichener lokaler Ernährung, eine große Vision für gesellschaftliches Miteinander und die ökonomisch-strategische Ausbildung machen Hanno zum Bindeglied der Themen die GROME so einzigartig machen: Landwirtschaft in der Stadt neu aufzustellen und gemeinsam Ernährung neu zu erleben und als Blaupause für New Work zu nutzen.

Hanno ist ein richtiges Landkind – sein Heimatdorf zählt keine 100 Einwohner aber zwei große Landwirtschaftliche Betriebe. Einer davon ein großer Testhof für biologische Landwirtschaft. Obwohl seine Eltern mit Landwirtschaft nichts zu tun haben, war die Prägung damit eindeutig klar – der große Gemüsegarten des Nachbarn tat sein übriges. Von eben jenem Nachbarn – so war es Hannos Wunsch zu seinem 14. Geburtstag – wollte er sich dann auch für ein Jahr adoptieren lassen, um besonders schnell an seinen Treckerführerschein zu kommen. 

Als das nicht klappte, wurden dann ziemlich schnell das Stadtleben beim Gymnasium und der Sport in der Stadt spannender. Dort entdeckte Hanno seine Begeisterung für alles Unternehmerische. Nach dem Abi war dann ein BWL Studium ganz logisch. In Münster flammte dann aber doch, vielleicht durch die Nähe zum Landmaschinenbauers CLAAS, die alte Leidenschaft langsam wieder auf. Durch privates Engagement für die Umwelt und Ernährung wuchs auch die Begeisterung für eigene Teilhabe an gesellschaftlicher Veränderung und mündete, gepaart mit einer immer stärker werdenden Begeisterung für Innovation und regenerativen Landwirtschaft in Zeiten des Klimawandels in einer Masterarbeit über die Produktivitäts- und Nachhaltigkeitszugewinne in Verbindung mit technischer Innovation in der Landwirtschaft in Osteuropa. In der stark urbanisierten Umgebung von Rotterdam keimte dann die Vision auf, die Macht des Konsumenten und Fläche innerhalb der Städte für Veränderung im Ernährungssystem zu nutzen. Über mehr Aufklärung und positive, eigene Erlebnisse können Städter den Wert hinter ihrem Gemüse besser verstehen und dadurch wie von selbst das Große Problem übermäßiger Lebensmittelverschwendung als ein solches erkennen und Verändern. Gepaart mit Wissen entsteht dadurch wahre Nachhaltigkeit – langfristig gut für Planet, People & Profit! 

Wir stellen uns vor – Teil 1: Feldflüsterer Philip

Philip lebt Landwirtschaft durch und durch. 

Seit seinem 10. Lebensjahr begleitet Ihn das Leben auf dem Hof. Von der Pike auf erlernte er das spannende und vielseitige Handwerk des Landwirtes, weshalb schnell der Entschluss gefasst war, nach dem Abitur die Ausbildung zum Landwirt zu absolvieren.

Nach erfolgreichem Abschluss hat es Ihn nach Bonn verschlagen, um dort seinen Bachelor in Agrarwissenschaften an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität zu machen. Hier begann er sich für die Methoden und Anbauweisen der regenerativen Landwirtschaft zu interessieren – ein Richtungswechsel hin zu einer sozialen, ökologischen aber auch ökonomisch verträglichen Landwirtschaft.

Der nächste Schritt in die richtige Richtung wirft hier bereits seine Schatten voraus. Ab dem Wintersemester 2020 beginnt er sein Masterstudium der Agrarwissenschaften an der Universität Hohenheim, um hier sein Wissen im Bereich nachhaltige Landwirtschaft und Unternehmensführung weiter voranzubringen.

Dieses Wissen bildet die Grundlage, um unseren Kunden das Thema des regenerativen Anbaus näher zu bringen. 

Humus, was ist das?

Als Humus bezeichnen wir im Allgemeinen die Gesamtheit der abgestorbenen organischen Bodensubstanz. Die oberen 10 bis 30cm des Bodens enthalten hierbei besonders viel Humus.

Hierbei unterscheiden wir zwischen Nährhumus und Dauerhumus. Während es sich beim Nährhumus um schnell abgebaute Stoffe handelt, welche den im Boden lebenden Organismen als Nahrung dienen und für eine bessere Durchlüftung des Bodens sorgen, so handelt es sich bei rund 90% der Humusschicht im Boden um den Dauerhumus. Dieser zeichnet sich durch einen sehr langsamen Abbau aus und enthält die Hauptmasse des Bodenstickstoffs. Um Dauerhumus zu erhalten und Ihn aufzubauen, ist es wichtig stetig organische Masse dem Boden zuzuführen, da sich dieser erst im letzten Abschnitt der Kompostierung entwickelt und dafür sorgt, dass Wasser und Nährstoffe im Boden gehalten werden.

Die weltweit humuszehrende Bewirtschaftung der vergangenen Jahrzehnte hat dazu geführt, dass die Humusreserven unserer Böden massiv zurückgegangen sind. Intensive Bestandsführung hat die Nährstoffe aus dem Humus verbraucht, wodurch der im Boden gebundene Kohlenstoff in CO2 umgewandelt und in die Atmosphäre abgegeben wurde. Humusaufbau und Bodenverbesserung ist also aktiver Klimaschutz. Hier kann bereits der kleinste Garten einen wertvollen Beitrag leisten.

Doch neben dem Klimaschutz ist der Humus der Schlüssel zur Bodenfruchtbarkeit.

Wer hiervon profitieren will, sollte möglichst viel pflanzliches Material – das durch aktives Bodenleben zu Humus aufgebaut wird – auf seine Kulturfläche bringen. Der Zustrom an organischer Masse darf nicht abreißen, denn ohne Zufuhr von organischem Material bleibt der Humusaufbau aus. Das folgende Schema zeigt den Ablauf vom Blatt zum Dauerhumus und die involvierten Nützlinge.

Quelle: https://www.wsl.ch/de/publikationensuchen/merkblatt-fuer-die-praxis/der-waldboden-lebt/der-humus.html

Ziel ist es, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Humifizierung (Entstehung von Humus) und Mineralisierung (Freisetzung von Nährstoffen) zu schaffen. Denn wenn diese beiden Prozesse in einem ausgeglichenen Verhältnis zueinander stehen, entsteht ausreichend Humus bei gleichzeitiger Freisetzung von genügend Nährstoffen für meine Pflanzen.

Bei guter Humuswirtschaft ist es also möglich, einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten und ebenso einen guten und gesunden Boden bereitzustellen, welcher vor allem während der trockenen Sommermonate Trockenstresssymptome reduziert. So schließt sich letztendlich der Kreislauf zu den Anbauenden, die von höheren Ernterträgen profitieren.

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